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Nießbrauch und Wohnungsrecht in der Immobilienwirtschaft

moderner RaumNießbrauch und Wohnungsrecht in der Immobilienwirtschaft werden von vielen als „altertümliche Sicherung für den Lebensabend“ betrachtet. Diese Wahrnehmung – im Zusammenhang mit immobilienrechtlichen und immobilienwirtschaftlichen Aspekten – wird dem Nießbrauch und auch dem Wohnungsrecht aber auf keinen Fall gerecht.

Effizientes Steuerungsinstrument?

Vielmehr sind beide Bereiche jeweils als ein modernes und effizientes Steuerungsinstrument – auch losgelöst voneinander – zu sehen. Ob im Zuge einer „vorweggenommenen Erbfolge“ eine Mietzinsimmobilie schon vor dem Erbeintritt weitergegeben werden soll, ohne dass sich an der Nutzung durch den übertragenden Eigentümer etwas ändern soll, oder ob nur weiterhin die Mieteinnahmen bei dem übertragenden Eigentümer verbleiben sollen – beide Szenarien sind durch das Wohnungsrecht und den Nießbrauch abbildbar. Dabei sind in diesen Fällen die regelungsrelevanten immobilienrechtlichen und immobilienwirtschaftlichen Aspekte durchaus sehr komplex und bedürfen einer differenzierten Betrachtung.

 

So kommen Fragen auf über den

  • Inhalt und die Bedeutung des Nießbrauchs oder des Wohnungsrechtes
  • Warum und wie wird eine Nießbrauch oder ein Wohnungsrecht bestellt?
  • Gibt es unterschiedliche Formen des Nießbrauchs oder des Wohnungsrechtes?
  • Wem kann ich einen Nießbrauch oder ein Wohnungsrecht einräumen?

 

FAZIT:

Im privatrechtlichen Bereich ist das Nießbrauchs- und Wohnungsrecht sicher ein modernes und effizientes Steuerungsinstrument, bei dem jedoch auch die steuerlichen und erbrechtlichen Komponenten mit berücksichtigt werden müssen.

In der wohnungswirtschaftlichen Praxis ist ein Wohnungsrecht mit einer Mietsonderverwaltung zu vergleichen, die Verwaltung einer Einheit innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Aus Sicht der Immobilienwirtschaft ist die Verwaltung von Beständen, die mit Nießbrauchrechten belastet sind, problematisch, da die Abrechnungen für den Nießbrauch nicht mit den üblichen Eigentümer- und Mieterabrechnungen identisch sind. Der verwaltungstechnische Unterschied besteht hier darin, dass keine Kaltmietzahlungen zu leisten sind. Die durch die Benutzung verursachten Betriebs- und Heizkosten muss der Berechtigte aber ebenso tragen wie die Kosten der Instandhaltung der Wohnung. Hier bedarf es einer gut ausgearbeiteten Vereinbarung um die beabsichtigte Steuerung von Werten und Mietflüssen durchzusetzen. Ohne diese gut ausgearbeiteten Vereinbarungen entwickeln sich diese Liegenschaften im Laufe der Zeit zu problematischen Verwaltungs- objekten.

Haben Sie hierzu weitere Fragen, so sprechen Sie mich gerne an.

Maria Nickl-Plank

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